NLWKN klar

Erhöhung und Verstärkung der Deichlinie auf Wangerooge

Die Erhöhung und Verstärkung der Deichlinie auf Wangerooge durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) schreitet mit großen Schritten voran: Mit der Erhöhung des Hauptteils des Ostgrodendeiches auf der Insel, für den die Fertigstellung des Deichkörpers bis zum Herbst 2018 geplant ist, werden die erforderlichen Deichhöhen für den Bereich Dorf- und Ostgrodendeich auf einer Länge von insgesamt 3,3 Kilometern hergestellt sein. Zusammen mit dem neu erbauten Bahndeichschart und dem Schöpfwerk Ost ist die Sturmflutsicherheit von Wangerooge dann so hoch wie nie. In 2019 sollen zum Abschluss der Maßnahme noch die Herstellung des restlichen Deichverteidigungs- und des Kronenweges folgen.

Die ostfriesischen Inseln sind aufgrund ihrer exponierten Lage in besonderer Weise den Wirkungen von Gezeiten, Strömungen, Wellen und Wind ausgesetzt. Neben dem Sturmflutschutz für die Inseln selbst kommt ihnen als vorgelagerten natürlichen Wellenbrechern innerhalb des Küstenschutzsystems eine besondere Sicherungsfunktion auch für die Festlandsküste zu. Seit 2014 wird auf Wangerooge an der nachhaltigen Verbesserung des Sturmflutschutzes gearbeitet. Das Land Niedersachsen stellt für die Durchführung dieser wichtigen Küstenschutzmaßnahme jährlich entsprechende Mittel zur Verfügung.

Dem NLWKN war es zuvor in enger Abstimmung mit der Gemeinde Wangerooge, der Nationalparkverwaltung, den Verbänden und dem Landkreis Friesland dabei gelungen, eine Deichbauplanung zu erstellen, die neben der Verbesserung des Küstenschutzes auch dem hohen Wert des Naturraums Wattenmeer Rechnung trägt. So werden zum Beispiel in der Summe keine neuen Salzwiesenflächen in Anspruch genommen, wertvolle Orchideenbestände gesichert und der Biotopwert des Ostinnengrodens auf Wangerooge erhöht.

Der erste Bauabschnitt bestand aus dem östlichen Teil des Ostgrodendeiches, der bis zum Herbst 2014 verstärkt und erhöht werden konnte. Bis zum Jahr 2017 folgten dann die zwei weiteren Deichbauabschnitte sowie der Neubau des Schöpfwerkes und des Deichscharts für die Inselbahn. Die bisher fertiggestellte rund 2,3 Kilometer lange Deichstrecke wies Fehlhöhen von teilweise mehr als einem Meter und nur eine sehr schwache Kleiabdeckung auf. Mit den für 2018 vorgesehenen abschließenden Deichbaumaßnahmen am seinerseits rund einen Kilometer langen Ostgrodendeich werden diese Fehlhöhen vollständig ausgeglichen sein. Auch der bei Sturmflut für eine Erreichbarkeit durch Einsatzkräfte wichtige Deichverteidigungsweg fehlte bisher - er soll bis 2019 auf ganzer Strecke fertig gestellt sein.

Einen detaillierten Überblick über die Küstenschutzmaßnahme und ihre Hintergründe liefert die auf dieser Seite herunterladbare Informationsbroschüre.

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