NLWKN klar

Erhöhung und Verstärkung der Deichlinie auf Wangerooge

Die Erhöhung und Verstärkung der Deichlinie auf Wangerooge durch den NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hat nun auch offiziell begonnen: In Gegenwart zahlreicher Vertreter aus Politik, Verwaltung und Verbänden hat der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Stefan Wenzel, am Donnerstag den ersten Spatenstich am Ostgrodendeich unternommen.

In seiner Ansprache hob Wenzel die Bedeutung des Küstenschutzes für Niedersachsen hervor und bezeichnete ihn als Daueraufgabe. Den Inseln komme als vorgelagerten natürlichen Wellenbrechern in unserem Küstenschutzsystem eine besondere Sicherungsfunktion für die Festlandsküste zu. Die Landesregierung werde daher auch in Zukunft jährlich rund 60 Millionen Euro für den Küstenschutz zur Verfügung stellen, von denen etwa 10 Millionen den Inseln zu Gute kommen sollen. Ferner unterstrich der Minister die Notwendigkeit der Deichverstärkung auf Wangerooge, die insbesondere durch die Sturmfluten des vergangenen Winters mit der Überflutung des Westinnengrodens deutlich geworden sei und lobte das Miteinander der an der Planung beteiligten Institutionen. Dem NLWKN sei es in enger Abstimmung mit der Gemeinde, der Nationalparkverwaltung, den Verbänden und dem Landkreis Friesland gelungen, eine Deichbauplanung zu erstellen, die neben der Verbesserung des Küstenschutzes auch dem hohen Wert des Naturraums Wattenmeer Rechnung trägt.. So würden zum Breispiel in der Summe keine neuen Salzwiesenflächen in Anspruch genommen, wertvolle Orchideenbestände gesichert und der Biotopwert des Ostinnengrodens erhöht. Zudem sei es gelungen, den komplizierten Bauablauf mit den erforderlichen Kleitransporten vom Festland einvernehmlich abzustimmen. Ausdrücklich dankte der Minister in diesem Zusammenhang dem III. Oldenburgischen Deichband für seine Unterstützung in der Kleibeschaffung.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung erläuterte Frank Thorenz, Leiter der NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney die anstehenden Arbeiten: „Der erste Bauabschnitt besteht aus dem östlichen Teil des Ostgrodendeiches, der bis zum Herbst 2014 verstärkt und erhöht wird. Die dafür benötigten 40.000 Kubikmeter Klei werden per Schiff vom Festland auf die Insel transportiert und anschließend mit Radfahrzeugen zur Baustelle gebracht". Für diesen Abschnitt werden im Jahr 2014 nach Angaben des Landesbetriebes mehr als fünf Millionen Euro verausgabt.

Bis zum Jahr 2017 folgen dann die zwei weiteren Deichbauabschnitte sowie der Neubau des Schöpfwerkes und des Deichscharts für die Inselbahn. Die insgesamt ca. 3,3 km lange Deichstrecke weist Fehlhöhen von teilweise mehr als einem Meter und nur eine sehr schwache Kleiabdeckung auf.

Zum Abschluss seines Inselaufenthaltes besuchte der Minister die in der Dezembersturmflut 2013 stark geschädigte Schutzdüne am Harlehörn in der Nähe des Hafens. Hier werde das Land Niedersachsen seiner Verantwortung gerecht werden und die erforderliche Dünenverstärkung noch in diesem Jahr umsetzen, sagte Wenzel.

Anfang August 2014 war es soweit: Die NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney konnte den Abschluss der Dünenverstärkung am Harlehörn vermelden. Näheres hierzu können Sie der Presseinformation in der rechts stehenden Infospalte entnehmen.

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