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Bauvorsorge

Die bauliche Sicherung eines Gebäudes in hochwassergefährdeten Gebieten kann durch unterschiedliche Maßnahmen, angepasst an die jeweilige individuelle Situation, erfolgen. Neben verhaltensorientierten Maßnahmen (wie das Verlagern wertvoller Wertgegenstände und Möbel in höhere Etagen) gehören auch bauliche Maßnahmen sowohl beim Neubau (z.B. höher gelegenen Türen, Fenster, Kellerbau als Sicherung gegen Auftrieb) als auch bei bestehenden Bauten (nachträglicher Objektschutz bspw. wasserundurchlässige Materialien als Schutz für Gebäudeöffnungen) zur Vorsorge.

Wassereintrittsmöglichkeiten und Einwirkungen von Hochwasser auf Gebäude  
Abb.1+2: Wassereintrittsmöglichkeiten und Einwirkungen von Hochwasser auf Gebäude (BMVBS, 2013)

Handlungsmöglichkeiten in der Bauvorsorge:

1. Hochwasserangepasstes Planen, Bauen und Sanieren von Gebäuden und Infrastrukturen zur Vermeidung bzw. Verminderung von Hochwasserschäden, z. B. durch:

  • Nutzung angepasster Bauformen
  • Verwendung von wasserunempfindlichen Materialen
  • Einsatz von Schutzvorrichtungen zur Abdichtung von Fenstern, Türen und Kanalisationsanschlüssen
  • risikoangepasste Nutzung von Unter- und Erdgeschossen

2. Hochwasserangepasster Umgang mit wassergefährdenden Stoffen zur Vermeidung von Umweltschäden (z. B. Umstellung der Energieversorgung von Öl- auf Gasheizungen oder erneuerbare Energien)

(Quelle: Spiekermann, J., Franck, E. (2014): Anpassung an den Klimawandel in der räumlichen Planung, Arbeitsberichte der ARL 11, S.86)


Überschwemmte Hauseinfahrt  
Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Pressestelle NLWKN

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