Ostwind brachte reichlich Sand in die Dünen auf der Nordseite
Schau der Küstenschutzanlagen Norderney: Insel hat Winter gut überstanden // Presseinformation vom 24. April 2013
Der sturmflutarme Winter mit nur einer Sturmflut Ende Januar 2013 brachte nur geringe Veränderungen an den Stränden und Dünen auf Norderney, sagte Frank Thorenz, Leiter der Betriebsstelle Norden-Norderney des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) anlässlich der Schau der Küstenschutzanlagen am Montag, an der auch Vertreter der Stadt und des Staatsbades Norderney teilnahmen.
Dabei wurden auch die Abläufe zur Durchführung von Großveranstaltungen einvernehmlich erörtert. Ein Knackpunkt ist die Promenade, die einerseits eine wichtige Küstenschutzanlage und andererseits im Mittelpunkt der Veranstaltungen steht. Ziel müsse sein, die Belange von Küstenschutz und Tourismus einvernehmlich zu regeln – da waren sich die Vertreter von NLWKN, Stadt und Staatsbad einig.
„Die Strandaufspülung am Westkopf zwischen Milchbar und Januskopf zeigt nach wie vor eine gute Wirkung“, betonte Thorenz. Lediglich im Bereich des Januskopfes habe das Strandniveau etwas stärker abgenommen, sei aber noch ausreichend hoch. Ursache für die Abnahme ist das Zurückschwenken der Deckwerkslinie östlich des Januskopfes.
Die langen Ostwindlagen haben sich sehr positiv auf die Situation der Schutzdünen an der Nordseite der Insel ausgewirkt: Es wurde sehr viel Sand durch die Sandfangzäune am Dünenfuß gefangen und in die Randdünen eingeweht. „Im Bereich westlich und östlich der Weißen Düne konnten die Dünenabbrüche der Sturmfluten vom November 2006 und 2007 durch diese Maßnahmen bereits kompensiert werden“, erläuterte Thorenz. Das gezielte Arbeiten mit der Natur zur Stärkung der Düne durch Pflanzen von Strandhafer und Sandfangmaßnahmen bleibe auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe, um die Funktion der Dünen als Küstenschutzelement zu gewährleisten. „Wir bauen hier Sicherheit für die Zukunft auf, denn die Strand- und Dünensituation westlich der weißen Düne ist wechselhaft“, sagte der Küstenschutzexperte. Mehr als 12 km Schutzdünen schützen die Inseln vor Sturmfluten.
Auch die insgesamt zehn Kilometer langen Inseldeiche haben den Winter gut überstanden. „Neben den regulären Deichpflegemaßnahmen werden in diesem Jahr die Siele einer Hauptprüfung unterzogen“ erläuterten Frank Gilardoni, für Unterhaltungsarbeiten zuständiger Ingenieur in Norden und Betriebshofleiter Helmuth Janssen.
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erstellt am:
24.04.2013
