NLWKN klar

Wasserentnahme aus Dortmund-Ems-Kanal für Speicherbecken Geeste neu beantragt

Reservoir dient der Aufhöhung der Wasserstände bei Niedrigwasser/ Presseinformation vom 24. März 2017


Lingen/ Geeste - Bereits seit 30 Jahren wird Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal (DEK) im Speicherbecken Geeste zwischengespeichert, um es bei Niedrigwasser gezielt und bedarfsgerecht wieder über den DEK der Ems zuzuführen. Grund hierfür ist der Betrieb der beiden Lingener Kraftwerke: Die durch die Verdunstung in den Kühltürmen des Kernkraftwerkes Emsland und des Gaskraftwerkes Emsland entstehenden Wasserverluste müssen bei Niedrigwasserabfluss in der Ems durch Einleitungen aus dem Speicherbecken ersetzt werden.

Die am 12. November 1987 erteilte wasserrechtliche Genehmigung zur Wasserentnahme aus dem DEK für das Speicherbecken läuft im November dieses Jahres aus. Daher hat die für das Speicherbecken verantwortliche Kraftwerksbeteiligungs-OHG (KWB OHG) der RWE Power AG und der PreussenElektra GmbH nun einen Antrag für eine neue, wiederum auf 30 Jahre ausgelegte wasserrechtliche Bewilligung gestellt. Ab kommenden Montag, 27. März liegen bis einschließlich 26. April 2017 die Antragsunterlagen der KWB OHG bei der Stadt Lingen (Ems) sowie der Gemeinde Geeste während der jeweiligen Dienststunden öffentlich zur Einsicht aus. Die Auslegung wurde ortsüblich bekannt gemacht. Interessierte haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich die Unterlagen im Internetauftritt des NLWKN unter www.nlwkn.niedersachsen.de anzusehen. Das wasserrechtliche Verfahren wird innerhalb des NLWKN vom Geschäftsbereich VI in Oldenburg betreut.

Der Antrag sieht vor, maximal 22.960.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr aus dem Dortmund-Ems-Kanal zu entnehmen. Damit würde die maximale Entnahmemenge gegenüber heute um 50 Prozent verringert, zudem ist eine Staffelung der Wasserentnahme aus dem Dortmund-Ems-Kanal in Abhängigkeit vom Abflussgeschehen der Ems vorgesehen.

Parallel zur Auslegung wurde das Beteiligungsverfahren der Träger öffentlicher Belange eingeleitet.

Presseinformation
Artikel-Informationen

24.03.2017

Ansprechpartner/in:
Achim Stolz

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