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Totes Schaf in Lehrte-Immensen: Kein Hinweis auf Wolf in Schafstall

Wolf als Verursacher nachgewiesen


Im Fall des toten Schafes, das am zweiten Weihnachtsfeiertag in Lehrte-Immensen getötet wurde, hat das Wolfsbüro den Wolf als Verursacher amtlich festgestellt. Das hat die DNA-Analyse ergeben. Um welchen Wolf es sich konkret handelt, konnte nicht ermittelt werden, die Qualität der DNA war für eine individuelle Zuordnung nicht ausreichend.

Das Schaf wurde am 26. Dezember 2017 tot auf der an einen Stall angrenzenden Weide aufgefunden. Da der Verdacht bestand, dass es sich um einen Wolfsangriff handeln könnte, wurde ein Wolfsberater informiert. Dieser nahm am nächsten Tag DNA-Proben und erstellte eine Dokumentation des Falles. Dazu gehören unter anderem amtliche Protokolle und Fotos. Es wurde zudem vermutet, dass der Wolf auch im Stall gewesen sei.

Zwei Veterinäre des Wolfsbüros waren außerdem am Ort des Geschehens. Die Begehung ergab, dass das Eindringen in den Stall aufgrund der baulichen Gegebenheiten für einen Wolf möglich gewesen wäre. Aber für die anfängliche Befürchtung, der Wolf könnte in den Schafstall eingedrungen sein, liegen dem Wolfsbüro keine Hinweise vor - wie zum Beispiel ausgerissene Haare oder andere Anzeichen für eine Panikreaktion der Schafe im Stall. Aufgrund der Angaben in den Nutztierrissprotokollen und aufgrund der Fotodokumentation geht das Wolfsbüro davon aus, dass das Schaf auf der Weide gerissen wurde.

Informationen zu Nutztierschadensfällen in Niedersachsen finden Sie hier:

https://www.wolfsmonitoring.com/monitoring/nutztierrisse/

Artikel-Informationen

31.01.2018

Ansprechpartner/in:
Bettina S. Dörr

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover
Tel: 0511/ 3034 - 3223
Fax: 0511/ 3034 - 3501

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