NLWKN klar

Nutztierriss im Landkreis Stade

Informationen aus dem Wolfsbüro des NLWKN


Das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hat heute (Freitag) über ein Ereignis am 27. Januar 2017 im Landkreise Stade informiert, bei dem acht Schafe getötet wurden: Ein Wolfsberater war vor Ort, hat den Schaden dokumentiert und DNA-Proben genommen. „Die DNA-Proben werden priorisiert beauftragt, sobald diese uns vorliegen", heißt es in einer Mitteilung des Wolfsbüros.

Die Zäunung im aktuellen Fall entsprach nicht dem Grundschutz. Der vom Nutztierriss betroffene Halter hatte am 6. Januar 2017 einen Präventionsantrag gestellt, der bereits fachlich geprüft ist; mit der angebotenen Fördersumme erklärte er sich einverstanden. Noch am Tag des gemeldeten Vorfalls haben Mitarbeiter des Wolfsbüros den Halter über die Möglichkeit eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns informiert. Die Bearbeitung dieses Falles erfolgte unverzüglich.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Wolfspopulation wurde die „Förderkulisse Herdenschutz" Anfang Oktober um den Landkreis Stade erweitert. Damit haben die Nutztierhalter von Schafen, Ziegen und Gatterwild, in einigen Gemeinden des Landkreises Stade und des benachbarten Landkreises Cuxhaven auch die Halter von Rindern, die Möglichkeit, Präventionsmaßnahmen zum wolfsabweisenden Herdenschutz durch das Land Niedersachsen gefördert zu bekommen. Im Landkreis Stade wurden bisher noch keine territorialen Wölfe nachgewiesen. Weil das Territorium des Rudels Cuxhaven aber sehr nah an der Landkreisgrenze liegt, wurde der benachbarte Landkreis Stade mit in die Förderkulisse aufgenommen.

Da der Landkreis Stade erst kürzlich in die Förderkulisse aufgenommen wurde, würde der Halter auf der Grundlage der „Richtlinie Wolf" eine Ausgleichszahlung bekommen, sofern der Wolf als Verursacher amtlich festgestellt wird. Die seit November 2014 gültige „Richtlinie Wolf" sieht einen finanziellen Ausgleich bei vom Wolf verursachten Nutztierschäden vor und bietet finanzielle Unterstützung bei Präventionsmaßnahmen in Form einer vorsorglichen Beschaffung von wolfsabweisenden Schutzzäunen und Herdenschutzhunden.

Über die Fördermöglichkeiten informiert der NLWKN hier:

http://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/themen/natur_landschaft/foerdermoeglichkeiten/richtlinie_wolf/richtlinie-wolf-129504.html

Presseinformation
Artikel-Informationen

03.02.2017

Ansprechpartner/in:
Achim Stolz

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