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Dünen am Zeltplatz auf Spiekeroog werden verstärkt

Zusätzlich erstmalig Aufspülung des Strandes/ Presseinformation vom 11. Mai 2017


Norden/ Spiekeroog – An den ca. ein Kilometer langen Süderdünen auf Spiekeroog haben die Sturmfluten der letzten Jahre deutliche Spuren hinterlassen. Zuletzt traten im Winter 2016/2017 unmittelbar vor dem Zeltplatz Dünenabbrüche und eine Abtragung des Strandes auf einer Länge von ca. 400 Metern auf. Die Dünen verlaufen vom Zeltplatz bis zum alten Anleger und sichern den Bestand der Insel im Westen. Sie sind in den Jahren 2012 und 2014 nach Sturmflutschäden verstärkt worden.

Der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hat die Dünen und den Strand detailliert vermessen und die Situation bewertet. „Unsere Berechnungen haben ergeben, dass die derzeitige Dünenbreite und die Strandhöhe nicht mehr ausreichen, um im nächsten Winterhalbjahr bei Sturmfluten einen Durchbruch der Düne zu verhindern. Deshalb ist eine Verstärkung der Dünen und eine Aufhöhung des Strandes zum Schutz der Düne mit rund 80.000 Kubikmeter Sand zwingend erforderlich“, erläuterte Frank Thorenz, Leiter der zuständigen NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney.

Vor dem Zeltplatz wird die Schutzdüne auf gesamter Länge seeseitig im Mittel um 15 Meter verbreitert und auf eine Höhe von 9,5 Metern über dem mittleren Meeresspiegel gebracht. Zusätzlich wird der Strand aufgehöht um den Dünenfuß zu stützen. Weil in den nahegelegenen Strandbereichen nicht ausreichend Sand zu Verfügung steht, wird dieser erstmalig vor der Insel mit einem Saugbagger gewonnen.

„Von der Entnahmestelle wird der gebaggerte Sand mit einer rund einen Kilometer langen Spülleitung an den Strand gespült und dort mit Planierraupen und Baggern profiliert“ ergänzte Projektleiter Theo van Hoorn. Die Arbeiten sollen bis spätestens Ende September fertiggestellt sein.

Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf ca. 1,25 Mio. Euro, die aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe des Bundes und der Länder zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes zur Verfügung gestellt werden.

Insgesamt wird die Insel Spiekeroog durch 10,5 Kilometer Schutzdünen, 1,6 Kilometer massive Uferschutzanlagen und 1,6 Kilometer Deiche gegen Sturmfluten geschützt und in ihrem Bestand gesichert.

Presseinformation Bildrechte: NLWKN

Artikel-Informationen

erstellt am:
11.05.2017
zuletzt aktualisiert am:
06.07.2017

Ansprechpartner/in:
Achim Stolz

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