Schriftgröße:
normal gross extragross
Farbkontrast:
hell dunkel

Vergrößerung des Sandwaters beginnt

Maßnahme wirkt Verlandungstendenzen entgegen/ Presseinformation vom 1. August 2012

Ihlowerfehn/ Aurich - Startschuss für die Vergrößerung der Wasserfläche des Sandwaters: Gemeinsam wollen der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und die Gemeinde Ihlow mit dieser Maßnahme den Verlandungsprozessen im Naturschutzgebiet Sandwater entgegenwirken. „Dafür werden wir die Verwallung am Südwestrand des Gewässers zurücksetzen und ein tiefer liegendes Grünlandareal in die Wasserfläche des Sandwaters mit einbeziehen", erläuterte Uwe Mosig vom NLWKN. Zur Verfügung gestellt wurde die dafür vorgesehene circa drei Hektar große Fläche durch die Stadtwerke Emden, die am Sandwater Trinkwassergewinnung betreiben. „Zunächst erfolgt die Herstellung der neuen Verwallung, damit der Hochwasserschutz während der gesamten Bauphase gewährleistet bleibt. Erst danach wird die bisherige Verwallung abgetragen und das Geländeprofil so ausgestaltet, dass sich später sowohl Flach- als auch Tiefwasserbereiche entwickeln können", ergänzte Mosig. Der Naturschutz erhofft sich durch das Projekt eine Stabilisierung und Ausbreitung der für das Gewässer typischen Schilfröhrichte. Insbesondere durchflutete Röhrichte gelten als Lebensraum für viele seltene Tierarten wie die Rohrdommel oder auch die Rohrweihe.

Aus Gründen des Hochwasserschutzes wurde das Sandwater in den 60er-Jahren vollständig mit einem Wall umgeben und von seinen Zuflüssen abgetrennt. Ein dynamischer Wasseraustausch war seitdem nicht mehr möglich, was die Verlandungstendenzen begünstigte. Für die nun eingeleiteten Gegenmaßnahmen stehen 88.000 Euro aus Mitteln des Niedersächsischen Umweltministeriums und der Europäischen Union bereit.

Sommer am Sandwater

Sommer am Sandwater

Übersicht