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Hochwasserrisiko: Bürger möchten stärker eingebunden werden

Ergebnisse der Online-Befragung zu Klimawandel und Hochwasserrisiken / Presseinformation vom 27. Juli 2012

Viele Bürger, die das Hochwasserrisiko an ihrem Wohnort als sehr hoch einschätzen, fühlen sich nicht ausreichend informiert und möchten stärker involviert werden. Das ist ein Ergebnis der Online-Umfrage „Bürger mit ins Boot holen - aber wie?", an der sich 1763 Bürgerinnen und Bürger beteiligt haben.

Anfang 2012 hat der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover im Rahmen eines Forschungsprojektes zu einer Online-Umfrage „Bürger mit ins Boot holen - aber wie?" aufgerufen. Ziel der Befragung war es, das derzeitige Bewusstsein für Klimawandel und Hochwasserrisiko in der Bevölkerung zu erfassen.

„Für die meisten Teilnehmer ist Klimawandel ein wichtiges Thema und die Mehrheit sieht bereits einen Zusammenhang zwischen Klimawandel und Hochwasserrisiko in der eigenen Region", betont Markus Anhalt vom NLWKN. Er ist der Leiter der Hochwasser-Vorhersagezentrale im NLWKN. Trotzdem werde das eigene Risiko eher gering eingeschätzt. Dementsprechend betreiben bisher auch nur 19 Prozent private Vorkehrungen zum Hochwasserschutz. Die Mehrheit davon war bereits von Hochwasser betroffen. Hochwasservorsorge und Katastrophenbewältigung werden primär öffentlichen Einrichtungen zugeschrieben, während die Eigenverantwortung des Bürgers deutlich geringer eingeschätzt wird. Dazu Anhalt: „Tatsächlich ist es so, dass nach dem Wasserhaushaltsgesetz jede Person, die von einem Hochwasser betroffen sein könnte, eben auch selbst vorsorgen muss". Eine weitergehende Sensibilisierung sei demzufolge nötig.

Auch wünschen sich die befragten Bürgerinnen und Bürger eine Verbesserung des Informations- und Partizipationsangebots in hochwassergefährdeten Gebieten in Niedersachsen. Als besonders geeignete Informationskanäle sehen die Bürgerinnen und Bürger die Presse und das Internet.

Der NLWKN informiert via Internet (www.nlwkn.niedersachsen) ausführlich zum Thema Hochwasser. So können aktuelle Messwerte für Binnen- und Tidepegel, Informationen der Hochwasservorhersagezentrale und der Warndienste abgerufen werden. Darüber hinaus können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger anhand einer interaktiven Karte über die Überschwemmungsgebiete in ihrer Region und über die Umsetzung der europäischen Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie in Niedersachsen auf den Internetseiten des NLWKN informieren. Eine detaillierte Auswertung der Online-Umfrage finden Sie auf der Startseite von www.nlwkn.niedersachsen.de

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